Glückliche Kinder

KINDERZAHNHEILKUNDE – einfühlsam. vertraut. altersgerecht.

 

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – sie denken, empfinden und sprechen anders als erwachsene Menschen.

Deshalb ist es uns wichtig, dass wir unsere kleinen Patienten einfühlsam, altersgerecht und auf ihre speziellen Bedürfnisse hin behandeln, um den Grundstein für eine gute Mundgesundheit und angstfreie Zahnarztbesuche zu legen. 

Dazu gehören eine gezielte Verhaltensführung, kindgerechte Behandlungstechniken sowie ein individuelles Behandlungskonzept mit viel Geduld.

Unser Ziel ist es, dass ihr Kind sich bei uns wohl fühlt, uns vertraut und somit den Zahnarztbesuch mit einem positiven Erlebnis verbindet und im besten Fall Freude daran hat.

Neben der fachgerechten Behandlung achten wir darauf, die Kinder mit der richtigen Zahnpflege vertraut zu machen. Durch Vermittlung von Wissen in diesem Bereich werden die Grundlagen für ein verantwortungsvolles Zahnbewusstsein und eine gute Mundgesundheit geschaffen.

Daher sind alle unsere Zahnärztinnen zertifizierte Kinder- und Jugendzahnärztinnen und unser gesamtes Team ist im Umgang mit Kindern geschult. 

 

Unser Behandlungsspektrum im Überblick:

  • Früherkennungsuntersuchungen für Kleinkinder

  • Halbjährliche Kontrolluntersuchungen und Individualprophylaxe

  • Professionelle Zahnreinigung

  • Desensibilisierung zum angstfreien Heranführen an invasive Behandlungen oder Abbau von bestehenden Ängsten

  • Fissurenversiegelungen

  • Füllungen

  • Milchzahnkronen

  • Wurzelkanalbehandlungen

  • Zahnentfernungen

  • Zahnunfälle/ Traumatologie

 
Spaß im Regen

Der erste Zahnarztbesuch – Was Sie wissen sollten.

 

Der erste Zahnarztbesuch ist sowohl für die Kinder als auch für die Eltern ein spannender und aufregender Termin. Um für Ihr Kind eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Im Folgenden haben wir Tipps und Hinweise für ein möglichst entspanntes erstes Kennenlernen und spätere Behandlungen:

 

  • Wir sind ein gemeinsames Team aus Kind, Eltern und Behandlern

  • Sie können Ihrem Kind ein sicheres Gefühl geben, indem Sie sich im Hintergrund halten und uns während der Behandlung die Kommunikation mit dem Kind überlassen 

  • Alle Behandlungsschritte werden vorher mit dem Kind besprochen und alles altersgerecht erklärt und gezeigt. Dabei nutzen wir die kindliche Neugier und klären spielerisch über die Behandlung und deren Ablauf auf

  • Vermeiden Sie Ausdrücke wie „Schmerzen“, „Spritze“, „Bohrer“, „pieksen“ oder Sätze wie „Es tut nicht weh“ oder „Du wirst keine Schmerzen haben“, denn Ihr Kind nimmt meist nur die Begriffe „weh tun“ und „Schmerzen“ wahr. Dies könnte zur Auslösung oder Verstärkung von Ängsten führen

  • Eigene Ängste und Sorgen übertragen sich leicht auf die Kinder, bleiben Sie daher während der Behandlung im Hintergrund und vertrauen Sie uns

  • Wir klären Sie immer über geplante Behandlungen auf, manchmal ist es aber sinnvoller, bestimmte Behandlungsabläufe nicht vor dem Kind zu besprechen 

  • Größere Kinder können auch allein in das Behandlungszimmer kommen, häufig ist die Mitarbeit dann besser und Kinder sind stolz auf sich, die Behandlung selbst geschafft zu haben. Sie werden in jedem Fall über den Verlauf der Behandlung aufgeklärt

  • Loben Sie Ihr Kind, auch, wenn es Ihre Erwartungen nicht vollständig erfüllt hat

 
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Kariesprophylaxe – Zähneputzen und Ernährung

 

Zähneputzen

Bereits vor Durchbruch des ersten Milchzahnes dürfen Sie die Kieferkämme z.B. mittels Mundpflege-Fingerlingen massieren. So kann sich Ihr Kind schon frühzeitig an dieses Gefühl gewöhnen und sobald der erste Milchzahn durchbricht und die Zahnbürste genutzt werden kann, ist dies kein fremdes Empfinden. 

Das Zähneputzen sollte mit einer fluoridhaltigen Kinderzahnpasta mit entsprechender altersgerechter Fluoriddosierung erfolgen (Fluorid dient der Remineralisierung des Zahnschmelzes)

Bei kleinen Kindern bietet sich die „KAI-Putztechnik“ an: Putzen Sie zuerst die Kauflächen (K), dann die Außenflächen (A) und danach die Innenflächen (I).

Bauen Sie das Zähneputzen routinemäßig in Ihren Tagesablauf ein: Putzen Sie Ihrem Kind mindestens zweimal täglich die Zähne und lassen Sie es zu einem täglichen Ritual werden. In Phasen der Unwilligkeit versuchen Sie, an dem täglichen Ritual festzuhalten und wenn nötig in kleinen Schritten vorzugehen. 

Eine elektrische Zahnbürste kann eine wichtige Motivation zum Zähneputzen darstellen. Dabei sollte das elektrische Putzen bei den kleinen Kindern durch die Eltern erfolgen und die Handzahnbürste nicht vernachlässigt werden, denn diese dient der Schulung der Feinmotorik Ihres Kindes. Welche Putzmethode die richtige für Ihr Kind ist, muss individuell bei der Untersuchung entschieden werden. Häufig bietet sich eine Kombination aus elektrischer und Handzahnbürste an.

Bei eng stehenden Zähnen kann auch die Verwendung von Zahnseide sinnvoll sein.

Bis Ihr Kind die Schreibschrift gut beherrscht, sollten Sie die Zähne putzen bzw. nachputzen.

 

Ernährung

Unsere Zähne sind täglich Zucker- und Säureangriffen ausgesetzt und können bei häufiger Einwirkung zu Karies und Erosionen neigen.

Dabei kommt es nicht auf die Menge von zucker- und säurehaltigen Produkten an, sondern auf die Häufigkeit und Dauer der Zufuhr.

Neben den drei Hauptmahlzeiten sollten Zwischenmahlzeiten reduziert oder gemieden werden. Hierzu zählen auch Getränke (Ausnahme: Wasser), denn die meisten Getränke enthalten Zucker, Milch- oder Fruchtzucker, kariogene Zuckeraustauschstoffe oder haben einen niedrigen pH-Wert, welches zu Zahnschäden führen kann. Auch in verdünnter Form geht meist noch ein hohes kariogenes Potential von diesen Getränken aus, weshalb sie häufig mit Süßigkeiten gleichzusetzen sind. Ein besonderes Risiko für frühkindliche Karies stellen Saugerflaschen dar, vor allem die nächtliche Milchflasche. Als Durstlöscher sollte daher stets Wasser getrunken werden.

Achten Sie darauf, dass Sie nach dem Verzehr von säurehaltigen Produkten mindestens eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen warten.

 

 

Kariesprophylaxe – Kontrolle, Individualprophylaxe und professionelle Zahnreinigung

Zu einer guten Prophylaxe gehören regelmäßige, halbjährliche Kontrolluntersuchungen in der Praxis.

Dabei werden der Gesundheitszustand der Zähne beurteilt und Mundhygiene- und Ernährungsgewohnheiten besprochen. Ab dem 6. Geburtstag wird der Mundhygienestatus aufgenommen, Ihr Kind wird individuell über eine Verbesserung der Mundgesundheit aufgeklärt und darin trainiert sowie die Zähne fluoridiert.

Eine professionelle Zahnreinigung kann notwendig sein, wenn viele Beläge und Verfärbungen vorhanden sind: dabei werden alle Zähne und Zahnoberflächen professionell gereinigt und im Anschuss poliert und fluoridiert.

Bei tiefen „Rillen“ in den bleibenden Backenzähnen, den Fissuren, kann eine Fissurenversiegelung empfehlenswert sein. 

 
Image by Jéssica Oliveira

Behandlungen und Materialien

Fissurenversiegelung

Bei tiefen „Rillen“ (Fissuren) in den bleibenden Backenzähnen und einer mangelnden Mundhygiene kann eine Fissurenversiegelung empfehlenswert sein, um eine Karies zu verhindern und die Reinigungsfähigkeit wiederherzustellen.

Zu diesem Zweck werden der Zahn und die Fissuren gründlich professionell gereinigt, anschließend konditioniert und mit einem speziellen Komposit (Kunststoff) aufgefüllt.

Die Kosten werden in der Regel bei den ersten und zweiten bleibenden Backenzähnen von den Krankenkassen übernommen, bei den kleinen bleibenden Backenzähnen und den Milchbackenzähnen muss die Behandlung privat bezahlt werden.

 

Füllungen 

Komposit oder Kompomer für zahnfarbene Füllungen:

Die klassische Kunststofffüllung für den Front- und Seitenzahnbereich: Die Verarbeitung bedarf einer guten Mitarbeit des Kindes, weist dafür aber eine gute Haltbarkeit und Stabilität auf. Die Füllungsmaterialien der Wahl bei guter Mitarbeit.

Glasionomerzement:

Der Vorteil ist eine schnelle Verarbeitungs- und Aushärtungszeit und bietet sich bei Kindern mit weniger guter Mitarbeit an. Ein Nachteil sind die opake Farbe und niedrigere Stabilität, welche das Material weniger langlebig machen kann. Der Einsatzbereich beschränkt sich auf kleine oder provisorische Füllungen.

 

Milchzahnkrone aus Stahl:

Konfektionierte Stahlkronen für Milchzähne werden verwendet, um einen großflächig zerstörten Milchzahn zu erhalten, wenn eine Füllung aufgrund der Größe des Defekts allein nicht mehr möglich ist oder vorher eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt wurde, um eine Entzündung des Zahnes zu vermeiden. Die Stahlkronen können individuell angepasst und schnell verarbeitet werden.

Sie haben eine silberne Farbe und fallen nach dem Zahnwechsel wie ein anderer Milchzahn aus.

In der Regel ist die Versorgung eines Milchzahnes mit einer Stahlkrone die letzte Möglichkeit, einen Milchzahn zu erhalten.

Als Alternative zur Stahlkrone gibt es auch Keramikkronen, welche ästhetisch ansprechender aussehen, jedoch aus zahnärztlicher Sicht nicht zu empfehlen sind. Zudem werden sie – im Vergleich zur Stahlkrone – nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt und sind eine Privatleistung.